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Zwei Grossräte fragen: Ist die Schule Jaun gefährdet?

Artikel der Freiburger Nachrichten vom 23.12.2025

 

Der Konflikt rund um die Schule Jaun wird zum Thema im Grossen Rat. Die Grossräte Daniel Bürdel und Markus Julmy stellen dem Staatsrat ein paar Fragen zur Zukunft der Bergschule.

 

Imelda Ruffieux
Publiziert: 23.12.2025, 11:52 Uhr
Aktualisiert:  23.12.2025, 16:59 Uhr

 


«Anerkennt der Kanton den Schulkreis Jaun auch weiterhin als eigenständige Schule mit einer zeitlich unbeschränkten Spezialbewilligung und eigener Schuldirektion?»: Dies ist eine von fünf Fragen, welche Markus Julmy (Mitte, Schmitten) und Daniel Bürdel (Mitte, Plaffeien) in ihrer Anfrage an den Staatsrat stellen. Die Freistellung eines Lehrers von Jaun beschäftigt auch die Bevölkerung ausserhalb dieser Gemeinde, sagen die beiden Grossräte. «Die häufigen Wechsel bei den Lehrkräften und in der Leitung der Schule sowie die Schwierigkeiten bei der Besetzung der Stellen führen zu einer allgemeinen Besorgnis, nicht nur in der Bevölkerung des Bergdorfes.» Sie machen darauf aufmerksam, dass die Lage des Bergdorfs speziell ist. Durch seine periphere Lage und die Sprachensituation sei Jaun ein Sonderfall unter den kantonalen Schulkreisen und auf eine gut funktionierende Schule angewiesen, um den bestehenden Abwanderungstendenzen entgegenzuwirken.

 

Die beiden Grossräte wollen wissen, wie die Direktion für Bildung und kulturelle Angelegenheiten (BKAD) sicherstellt, dass der Betrieb der Schule Jaun trotz der Vorkommnisse aufrechterhalten bleibt. Sie stellen auch die Frage, was getan wird, damit im laufenden und in kommenden Schuljahren genügend Lehrpersonen mit den notwendigen Fachkompetenzen im Schulkreis unterrichten.

 

Chancengleichheit für Jauner Kinder

Schülerinnen und Schüler aus Jaun dürfen nicht benachteiligt werden, heisst es in der Anfrage der beiden Sensler Parlamentarier. Sie wollen deshalb wissen, wie sichergestellt wird, dass der Unterricht angesichts der vielen Wechsel im Lehrkörper den Vorgaben des Lehrplans entspricht und dass die Chancengleichheit der Jauner Kinder gegenüber anderen Kindern im Kanton gewahrt bleibt.

Am Ende stellen Daniel Bürdel und Markus Julmy auch die Frage nach dem Stand der Dinge im laufenden Verfahren und welche Absichten die zuständige Direktion zeitnah verfolge.

Die Antwort des Staatsrats steht noch aus.

 

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