Alpwirtschaft

Alpwirtschaft · 30. Januar 2019
Seit einem Jahr habe ich ein neues Amt, ich besuche Jauner Bauern während dem Melken, notiere die Anzahl Liter Milch jeder Kuh und nehme eine Milchprobe. Nichts aufregendes also, ausser Rutschpartien wegen Neuschnee frühmorgens richtung Abländschen. Ab und zu scheisst mich auch mal eine Kuh an, was ihr natürlich sch.... egal ist. Wo ich jeweils unterwegs bin, ist auch mein Smartphone für Fotos dabei.

Alpwirtschaft · 24. September 2018
Obst gibt es dieses Jahr bekanntlich in Hülle und Fülle. So wurde mir dieses Jahr die Apfelernte eines ganzes Baumes angeboten. Dass die Bäume hier ergiebig Früchte tragen, ist eher eine Seltenheit und wenn es genug gibt, wird daraus meist Schnaps. Als gebürtige Thurgauerin die schon 20 Jahre im Greyerzerland lebt und auch die welschen Gepflogenheiten kennt, hatte ich aber eine andere Idee.

Alpwirtschaft · 29. August 2018
Diesen Sommer war ich vermehrt auf den Alpweiden unterwegs, in der Funktion «Recherin». Dies ist eine aussterbende Spezies, da auch in der Bergwirtschaft die Motorisierung weiter voranrückt. Deren Einsatz konnte ich auf der «Leide Weid» miterleben.

Alpwirtschaft · 20. April 2018
Bei diesen Temperaturen kann man dem Schnee förmlich zusehen wie er schmilzt. Ich war diese Woche auf den Bergstrassen unterwegs, anfangs Woche noch zu Fuss wo der Schnee, Bäume oder Lawinen den Weg versperrten. Nächste Woche dürfte die weisse Pracht auf den Strassen geschmolzen sein und diverse Aufräumarbeiten beginnen.

Alpwirtschaft · 20. Juni 2017
In diesem Jahr kann bei den heissen Temperaturen schon früh das Heu auf den Alpwiesen eingefahren. Wo im Winter die Skifahrer über die Pisten zur Talstation saussen, bin ich dieser Tage beim "Sommerservice" dabei. Statt Pistenfahrzeuge sind Ladewagen unterwegs, statt Schneeschaufeln Heurechen und -gabeln. Auf der Eu wird das Heu nicht nur als Tierfutter verwendet, auch die Touristenseele wird damit verwöhnt.

Alpwirtschaft · 01. April 2017
Gestern war ich wie jedes Jahr um diese Zeit im Bärlauch. Während dieser nur im Frühling präsent ist, steht das Bienenhaus von Rafael Julmy schon lange an diesem idyllischen Südhang. Er und sein Sohn kümmern sich um die Imker-Frühlingsarbeiten und so musste mein Bärlauch warten, da ich den Zweien über die Schultern schauen durfte.

Alpwirtschaft · 29. Juli 2016
Sommersaison ist auch Heuersaison. Schon seit ein paar Jahren helfe ich auf der Eu beim Rechen mit. Wo die Maschinen nicht hinkommen, braucht es immer noch Menschen. Hinter der Eu gibt es einige steile Hänge die auch rutschig sind. Dieses Heu ist unter Dach und Fach. Heute war nun das Meisterstück angesagt, das Wildheu im Münchenberg.

Alpwirtschaft · 18. Juli 2016
Baustellen haben momentan Hochkonjunktur im Tal. Ob Jaun oder Im Fang, über die Dorfdurchfahrt, das Hotel Wasserfall, der Kantonsstrasse von Charmey her oder diverse private Neubauten und Renovationen von Wohnhäusern. Die Baustelle im Bizali findet weniger Beachtung, ich bin jedoch schon vor ein paar Wochen neugierig gegen den Tossen gefahren. Die Arbeiten waren mehrmals wegen dem Regenwetter unterbrochen. Ein Wasserreservoir, die Vorsorge für trockene Sommer, scheint dieses Jahr nicht...

Alpwirtschaft · 25. Juni 2016
Vor einigen Jahren lass ich in einer Zeitung den Titel "Ohne den Menschen würden die Bienen nicht überleben". Ich fand das die Spitze menschlicher Arroganz, einmal mehr soll der Mensch Herrscher über die Natur sein, das ist schlichtweg nicht möglich! Da ich aber keine Ahnung von Bienen hatte, wollte ich wissen, wie es zu solch Meinungen kam die nach meinem Gutdünken masslos übertrieben sind und begann zu recherchieren.

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