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Heufrei

Wer kennt diesen Begriff wohl noch? Für meine Mitschüler  in den 80-er Jahren hiess "Heufrei = ab id Badi", weshalb der Tag wohl kein Bestand hatte.

Ich hatte aber tatsächlich heute Heufrei, im umgekehrten Sinn, die restlichen Nachmittage der Woche bin und war ich lückenlos mit Heu, Rechen und Heugabel beschäftigt. Das Sommerwetter lud an meinem Frei heute ein, ein paar Fotos zu machen, für die ich sonst keine Zeit habe.

Nach dem vielen Niederschlag der letzten Wochen warteten die Bauern sehnlichst auf Heuwetter. Zum Glück half die Bise das Land trocknen, trotzdem haben wir Im Fang Heu aus einem Tümpel gefischt und auch in Jaun so manches Dreckloch vom Heu befreit, damit die Lademaschine auf dem Trockenen fahren konnte. Ich bin beinahe ausschliesslich auf der Jauner und Fanger Schattenseite unterwegs, da ist es immer feucht. Die Niederschlagsmenge ist heuer aber doch aussergewöhnlich. An meinem Heufrei bin ich mit dem E-Bike in den oberen Gastlosen gefahren. Dort wird auf hochem Niveau, über 1'600 MüM , "gheuet".

 

 

Seit 1963 kommt Alfons Rauber hier zBärg, seit einigen Jahre sein Sohn Noël. Föndu erzählt, dass im WInter 64 kein Schnee lag und so die Strasse gebaut werden konnte, jedenfalls das Steinbett. Im Jahr darauf wurde die Strasse betoniert und ist somit eine der ältesten Jauner Bergstrassen. Die Matte oberhalb der Hütte wird seit dem Bau des Gastlosen Rundweges und der Sesselbahn von sehr vielen Wandern aus der ganzen Schweiz durchquert. Der Blick auf die senkrecht aufsteigenden Felsen der Gastlosen und das weite Panorame gegenüber gefallen mir immer wieder. Auch an einem Heufrei.

 

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Ein Beitrag geteilt von Marlies Remy (@marliesremy)

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Kommentare: 1
  • #1

    Raphael. Buchs. (Freitag, 23 Juli 2021 20:08)

    So..Haben.Wir.Schon.Heuet.Aus.Bube.Es.War.Hart.Aber.Auch.Schön.Wir.HabenEs.Mitenant.Geschaft

Die Blogartikel 2021 werden voraussichtich im Januar 2022 in Buchform erscheinen.

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