Wegen zu geschlossen

Auf einer Tafel bei der Abzweigung Richtung Charmey unterhalb der Bataille und sogar auf Twitter war es zu lesen; die Strasse in Jaun bleibt am 11. November für den Schwerverkehr im Kappelboden geschlossen. In der Presse war dazu zu lesen, dass der Kran abgebaut wird und die Dauer je nach Verhältnissen angepasst werden müsse. Heute morgen fuhren nun bei herrlichem Wetter einige gelbe Sattelschlepper vor meinem Küchenfenster vorbei und diesmal wollte ich es ein bisschen genauer wissen, was auf der Baustelle in Jaun geht.

Die zwei Gyger Fahrzeuge auf dem Postplatz standen noch im Schatten und warteten auf ihren Einsatz. Der Hofplatz war für die TPF Fahrzeuge abgesperrt, damit sie wenden konnten. Von da aus wurden die Gäste nämlich mit einem kleineren Bus in den Kappelboden geführt. Da wollte auch ich hin. Die Ampel beim 'Schüeschterli' stand für einmal auf Dauerblinken und erst vor der neuen Brücke regelte ein Sicherheitsmensch den Verkehr. So fuhr ich seit langem wieder einmal durch den Kappelboden statt drumherum. Da die Häuser hier sehr eng zusammenstehen, ist die Durchfahrt nur mit PW's möglich und auch ich musste auf die Hausecken aufpassen. Beim ehemaligen Restaurant Maxime gleicht der Parkplatz mehr einer Baustelle, da wird einiges an Baumaterial gelagert. Von da aus ging ich zu Fuss zurück zum Kappelboden um dem Abtransport des Krans zuzusehen und war nicht der einzige Zaungast.



Ein Kranfahrzeug der Firma Gyger hob gerade  das zweitletzte Kranteil an um es auf der Brücke abzulegen. Den Sattelschlepper habe ich bei der Dara-Einfahrt gesehen, dort muss er gewendet haben den nun kam er rückwärtsfahrend an. Er war noch zu kurz für das Kranteil, deshalb fuhr er die Verlängerung zwischen den Achsen aus und fünf Minuten später war die Last mit Ketten fixiert und für den Abtransport bereit. Das letzte Teil kam auch schon angeschwebt. Ich hatte unterdessen zwei weisse Helme ausgemacht und die beiden Herren nach ihrer Arbeit gefragt. Der Abtransport wäre doch um einiges leichter gewesen, weil der Kran viel näher stand und weniger Gegengewicht benötigte. Die Platzverhältnisse bei der Montage waren viel enger auf der alten Strasse und zudem musste auf das unterdessen abgebrochene Haus geachtet werden. Die Koordination bei solchen Arbeiten sei jeweils sehr aufwändig, vom Kanton zur Gemeinde, der TPF und den verschiedenen Firmen vor Ort brauche es von allen gute Zusammenarbeit. Wenn nur einer nicht am gewissen Zeitpunkt auf seinem Platz sei, seien alle anderen blockiert, erfuhr ich.

Der nächste Kran komme im Frühling unter der Burg zu stehen, es seien noch nicht alle Rätsel gelöst wie dies von statten gehen soll, vorallem da die Durchfahrt jederzeit gewährleistet werden muss. Sie hätten jedoch noch immer eine Lösung gefunden, Herausforderungen seien auch spannend. Von denen warten noch weitere, aber erst will man den Winter abwarten. Irgendwie habe ich das Gefühl, das diese zwei Verantwortlichen nach Jaun passen...! Auf ihre geleistete Arbeit können sie jedenfalls schon jetzt stolz sein.

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