Hochwasser

Auch im Jauntal herrschen Hochwasserzustände dieser Tage. Zwar ist es üblich, dass im Frühling viel Wasser fliesst und wegen zum Teil noch liegendem Schnee nicht abfliessen kann. Nun ist der Talboden jedoch schneefrei aber wegen den ergiebigen Niederschlägen trotzdem übersättigt. Überfluttete Wiesen sind die Konsequenz davon. Auch aus Felswänden schoss Wasser und es bildeten sich regelrechte Wasserfälle die doch nur selten zu sehen sind.

Obwohl sich viel Wasser auf kleiner Flächer versammelt, abgelaufen ist es noch immer. Aber wie?

Schon am Freitag war der Jaunbach gross und am Samstag morgen wurden die Gewässer genauer beobachtet.  Am Sonntagmorgen fand die 1.Kommunion fand statt und die Musikanten aus Riaz brachten die Kunde, dass sehr viel Wasser in den Feldern liege, sie waren sichtlich beeindruckt von den Wassermassen die sie so im "Unterland" nicht gesehen hatten.

Ich machte mich dann am Montagmorgen auf Hochwasserspurensuche und musste nicht weit gehen. Bei der Stuzlibrücke fliesst der Bizalibach in den Jaunbach, das Getöse war dem entsprechend laut, die Wassermengen transportieren mehr oder weniger unsichtbar grosse Mengen an Geschiebe. Vom Hang lief ebenfalls Wasser Richtung Bach, die Wasserrinnen im Weg ins Stuzli vermochten nicht alles Wasser zu schlucken und frassen Rinnen in den Schotter.



Der idyllische Fröscheglunte von letzter Woche war komplett überflutet. Unsere Kinder machten sich einen Spass daraus mit ihren Fischerstiefeln auf dem Velo durchs Wasser zu fahren, wieviel Spass die Velokette daran hatte kann ich nicht sagen...

Auf meinem Spaziergang Richtung Carièrre war auch ersichtlich, wo das Hochwasser am Sonntag über den Damm schwapte und Schwemmgut in der Wiese hinterliess. Die Wucht des Wasssers kann man sich auch ohne Höchststand gut vorstellen. Unterdessen ist ist der Jaunbach wieder auf normales Schmelzwasserniveau zurückgegangen.

Aus anderen Jahren hat man gelernt und verschiedene bauliche Präventivmassnahmen ergriffen.  So war zum Beispiel der Kanal unter der Burg mit Abflussrohr in den Jaunbach diesmal Gold wert, die Feuerwehr hatte beim letzten Hochwasser alle Hände voll zu tun, damit die Strasse überhaupt passierbar war.

Die Fischer werden wohl am ehesten die Veränderungen im Bachbett entdecken, durch das Geschiebe haben sich neue "Glüntä" bebildet, wo sich nun überlebende Forellen aufhalten könnten. Die Bauern hingegen werden hingegen vor dem Heuen da und dort noch Schwemmholz forträumen müssen. Davor müssen die Böden aber noch trocknen.

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