Winternacht Wanderung

Sehnlichst erwartet, ist der Schnee auch bei uns erst nach Weihnachten eingetroffen. Nun kanns jedoch mit Vollgas los gehen.

Neben anderen Aktivitäten im Skigebiet bieten wir mit einem tollen Team von Helfern die Winternacht Wanderung an.

Die spezielle Stimmung nachts durch die verschneite Natur zu wandern und in den Berghütten halt zu machen zieht jeweils viele Besucher an.


Neben dem Betrieb der verschiedenen Skiliftanlagen und dem absolut genialen Schlittelweg mit einmaliger Kulisse, steht bei uns nun die Vorbereitung der Winternachtwanderung an. Am Montagmorgen wird entschieden welche Piste wie präpariert wird, damit der Fussweg absolut sicher ist. Sofern überall genug Schnee liegt, was nach dem heutigen Tag der Fall sein sollte, wird mit dem kleinen Pistenfahrzeug die "Bärghus Strasse" präpariert. Dies ist unser Wunschweg, da sie keine schiefen Ebenen hat und im Gegesatz zu einigen Pistenabschnitten auch nicht steil ist. Oberhalb der "Pedermonda" werden wir bis zur Hütte ebenfalls dem Weg folgen und danach versuchen, den alten, aber romantischen Weg dem Bächlein entlang zu gehen. Das haben wir bis jetzt nicht ausprobiert und werden erst noch entscheiden, ob's möglich sein wird. Ansonsten führt der Weg über die Piste bis zur Talstation.



Am Dienstagmorgen wird dann mit Pistenfahrzeug Speis und Trank in die Pilarda transportiert, in den Schortritzen ist schon alles da und wird uns von der Familie Ruffieux zur Verfügung gestellt. Sie helfen uns jeweils tatkräftig mit, letztes Jahr hat uns Ivar zum Beispiel eine Schneebar vor der Hütte erstellt!

Damit der Weg gut zu finden ist, werden Fackel ausgesteckt. Das ist jeweils Aufgabe der Familie Remy, respektive wer von unsern Kindern von mir dazu verdonnert wird mitzukommen! Die Ämtchen werden aber abwechslungsweise verteilt. Tagsüber platziere ich meine 60l Tonnen mit je 25 Fackeln auf dem Weg. Wir fahren dann vor Pistenschluss um 16 Uhr ins Bärghus zum Abwarten bis es einnachtet und machen uns gegen halb Sechs mit Feuer und der ersten Fackeltonne auf den Weg. Ziel ist es, die Fackeln so zu platzieren, dass eine stimmige Naturkulisse beleuchtet wird und natürlich der Weg gut gefunden wird. Die Teilnehmer haben aber meistens wie wir eine Stirnlampe dabei, was auch sehr hilfreich ist.

Um die 70 Fackeln werden ausgesteckt und danach geht's wieder per Sesselbahn hoch zur Bergstation, denn die ersten Fussgänger sind schon unterwegs. Wenn alle auf dem Weg sind,  bin ich dann mit meinen diesmal leeren Tonnen und der Pistenpatrouilleur und seinem Rettungsschlitten als einzige Skifahrer wieder am Fackeln einsammeln.

In den Schortritzen wird dann erstmal mit den Geschichtenerzählern und den Glühwein Personal angestossen. Eine Fackeln später gibt es in der Pillarda Bergsuppe und Kuchen, wenn uns die zahlreichen Besucher etwas übrig gelassen haben.

Die letzte Fahrt mitten in der Winternacht, wenn schon alle wieder zu Hause sind und wir das Meiste aufgeräumt haben, ist dann etwas einmaliges. Die Dunkelheit, die Stille, der Schnee und der nun nicht mehr ebene Weg geniessen und bewältigen wir dankbar, die vielen zufriedenen Gesichter in Erinnerung. Als letztes löschen wir dann meist gegen Mitternacht den Parkplatzscheinwerfer und freuen uns schon auf die nächste Winternacht Wanderung.



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