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Ab in die Zukunft

So transparent wurde ein Jauner Thema noch selten kommuniziert. Schon vor der ausserordentlichen Versammlung der Jaun Gastlosen Bergbahnen (JGB) war die Medienpräsenz zum Thema Neuwahlen des Verwaltungsrates und der Sanierungsplan der maroden Finanzen gross. Ein Sanierungsplan muss nur her, wenn Not herrscht. Unter diesen Umständen ist es erst recht nicht einfach, kompetente Leute zu finden, die sich der Notsituation verschreiben. Jaun wäre nicht Jaun, wenn genau hier dieses Kunststück gelingen würde. Endlich, endlich gibt es ein Konzept für die JGB.

Ich muss zugeben, ich bin in Sachen JGB "vorbelastet", da ich schon seit über 10 Jahren im Winter an der Kasse arbeite. Ich kenne den Winterbetrieb also ziemlich gut,  auch dessen Sorgen. Die Wintersaison hat sich stark verändert in den letzten Jahren. Während der Covidzeit wurden wir regelrecht von Besuchern überfallen, Winter wie Sommer. Genau in dieser turbulenten Zeit kam Barbara als Geschäftsführerin zu uns. Endlich eine Frau die auch beobachtet und klar Stellung nimmt. Normalbetrieb gab es aber seit der Pandemie jedoch nicht mehr zu beobachten. Die verantwortungtragenden Angestellten des Betriebs mussten oft nach eigenem Gutdünken handeln, der Verwaltungsrat schien überfordert.

 

Thomas Rauber hat sich die Situation ebenfalls angesehen und sich mit ihr intensiv ausseinandergesetzt. Er wurde im Herbst angefragt, das Präsidium neu zu übernehmen und hatte sich Bedenkzeit bis zur ausserordentlichen Versammlung von gestern ausbedungen. Neben dem finanziellen Scherbenhaufen fand er viele Aktionäre, die die Bahn schon seit Jahren unterstützten und hat ihr Gespräch gesucht. Gleichzeitig hat er einen Sanierungsplan erstellt, an den er die Bedingung seiner Wahl knüpfte. So war gestern Abend deutlich eine frische, kompetente Energie zu spühren im Saal, als Thomas seine Gedanken und Argumente ausführte.

Der finanzielle Scherbenhaufen beträgt momentan 386'000.- , bis ende Saison werden geschätzt nochmals 250'000.- dazu kommen. Grund dafür sind viele Faktoren. Thomas Rauber führte aus, dass es nun den Willen und die Zusammenarbeit aller brauche um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Er sei überzeugt von der Zukunft in Jaun, sonst würde er nicht so vor der Versammlung stehen. Er fand grosse Zustimmung im Saal und wurde neben Antje Buchs, Reto Jaggi (beide neu), Joel Mooser und Beat Buchs in den Verwaltungsrat gewählt.

 

Die Zahlen machen Angst, war an der gestrigen Versammlung zu hören, aber wir wollen, dass es weitergeht. Unser Dorfleben steht auf dem Spiel und das wollen wir nicht verlieren.

 

Es wird kein einfacher Weg werden, als Bergler sind wir hier gefährliche Wege gewohnt. Trittsicherheit ist gefragt, Thomas Rauber hat sie. Ab in die Zukunft.

 

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FN Online Artiekl vom 23.02.2024
Konkrete Vorschläge für die Sanierung de
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